Scammer, Betrüger: Informationen, Vorgehensweise, Antworten auf Fragen
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Conny und ihr Bradley Brunson



Mein Name ist Conny und ich traf Anfang Juni 2012 meinen Scammer in Facebook. Ich wusste bis dato nichts von Military Scam, Romance Scam usw. Der Mann bat um Freundschaft und so fing alles an. Er sah gut aus und nannte sich Bradley Brunson und war angeblich als Captain der US Army in Kabul Afghanistan stationiert. Wir schrieben einige Tage über Facebook und danach im Yahoo Messenger.Ich bekam jeden Tag wunderschöne liebevolle E-Mails und wir chatteten mehrere Stunden am Tag. Das geschah immer zwischen seinen Patrouillen! Er war stets für mich da und ließ mich bald wissen, dass er mich liebt und ich seine Königin sei. Und ganz ehrlich - ich war hin und weg von den schönen Worten. Er erzählte mir, seine Mutter lebe in Philadelphia und sie sei krank und brauche Medikamente und er könne kein Geld senden, da er seinen Sold erst nach Ende seiner Dienstzeit bekommen würde. Ich habe dann angefangen, jeden Monat Geld zu schicken, mal 100 €, mal 300€ und schrieb fleißig mit seiner angeblichen Mutter auch per E-Mail. Er schickte mir viele Bilder von sich, von seiner Mutter , vom Krieg in Afghanistan und ich hatte keine Zweifel, dass etwas nicht stimmen könnte. Ich erhielt sogar 2 Bilder vom Kampf mit einem getöteten Soldaten namens John Smith, seinem Freund. Er sagte, das sind geheime Fotos und ich darf sie niemandem zeigen. Ich glaubte ihm alles!Wir beteten gemeinsam um seinen Freund und dessen hinterbliebene Familie. Ich war in Sorge um meinen Captain, hatte Angst um ihn, las alles über Kabul, seine Arbeit. Er sagte immer: er sei sicher für mich und wolle nur zu mir nach Hause kommen und ein neues Leben beginnen. Wir schmiedeten Zukunftspläne und ich dachte, ich hätte meinen "Mann fürs Leben" gefunden. Als meine Reserven an Geld zu Ende gingen und ich nichts mehr senden konnte, war er sehr traurig und so sehr besorgt um seine Mutter. Sie hätte einen Zusammenbruch erlitten und müsste operiert werden und er wisse nicht, was er machen solle. Er bat mich zu versuchen, ob "wir" einen Kredit bekommen könnten. Ich habe alles versucht, doch es war nicht einfach, schließlich fand ich über Auxmoney Anleger, die mir einen Kredit über 4000€ gewährten. Da war das Glück natürlich riesig bei meinem Captain und er liebte mich noch mehr, wollte sofort heiraten wenn er von Kabul zurück käme und mir mein Geld zurück geben. Ich transferierte das Geld mit Western Union und als diese ablehnten, weiterhin mein Geld zu senden, wusste er sofort eine andere Lösung. Money Gram! So erhielt er insgesamt im Laufe der Zeit ca.6000-7000€ von mir. Und es wäre sicher so weitergegangen, wenn ich nicht eine Freundin in Facebook kennengelernt hätte, die auch einen "Mann" in Kabul hatte. Robert! Wir schrieben uns oft und teilten unsere Sorgen über unsere "Männer". Das ging so lange, bis eines Tages alles vorbei war für Sabine, denn deren Robert entpuppte sich als Betrüger, er war ein Scammer. Wir suchten alles über Military Scam heraus und erst da begriff ich, was hier gespielt wurde.Ich fand schließlich sogar Roberts E-Mail Adresse, wodurch bestätigt wurde, dass er ein Scammer ist und ich suchte dann nach der E-Mail Adresse von meinem Brad, fand aber zunächst nichts. Ich war so erleichtert und hoffte er sei real. Doch ist ein kleiner Zweifel erst einmal da, dann sucht man überall. Wir durchforsteten alle möglichen Seiten nach Scammern und ich fand Anfang November das Bild von Bradley Brunson. Aber da hieß er nicht Brad, sondern Paul Krumenacker, ein Captain der Marine in den Staaten. Mein Herz blieb stehen und mein Kopf war voll mit tausend Gedanken, aber eigentlich nur von einem beherrscht: es ist aus, es ist vorbei, alles Lüge! Ich fragte Bradley daraufhin, woher die Bilder stammen und er antwortete mir, dass es seine Bilder seien und er in geheimer Mission unterwegs wäre. Ich täuschte Verständnis vor und suchte weiter nach seiner E-Mail Adresse im Netz. Irgendwann fiel mir ein, ich hatte am Anfang eine andere Adresse von ihm und suchte damit weiter. Erfolg, beim ersten Klick. Das Gefühl ist nicht beschreibbar, das in mir tobte, oder vielmehr noch immer da ist. Zur Polizei bin ich dann dieses Jahr gegangen, aber sie können nichts für mich tun. Aber es ist zumindest angezeigt .


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