Scammer, Betrüger: Informationen, Vorgehensweise, Antworten auf Fragen
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Was kann ich tun, um zu helfen?



Das Opfer befindet sich noch mitten in der Falle und ist für sachliche Argumente nicht zugänglich



Sie unterstützen ein Ofer vor allem, indem Sie dem Opfer kein !!! Geld geben. Das Opfer wird das Geld nur an seinen Betrüger weiterleiten. Das Opfer gerät dadurch nur immer tiefer in die Schuldenfalle.

Sofern sich das Opfer noch im Kontakt mit dem Betrüger befindet und es noch nicht realisiert hat, dass es betrogen wird, möchten wir Ihnen folgendes raten:

Konfrontieren Sie das Opfer nicht direkt mit dem Hinweis, dass es mit einem Betrüger in Kontakt ist. Das Opfer wird dieses nicht wahr haben wollen und sie abblocken. Sie können es vergleichen mit einem 15 Jahre alten Teenie, der zum ersten Mal verliebt ist und deren Eltern gegen den/die Freund/Freundin sind. Der Teenie wird genau das Gegenteil von dem machen, was die Eltern gesagt haben. Genauso verhält es sich mit dem Opfer eines Romantik Betruges.

Machen Sie dem Opfer keine Vorwürfe oder erklären sie es für dumm; Hereinzufallen auf einen Betrüger macht nicht dumm, es macht menschlich.

Sie sollten dem Opfer immer ein offenes Ohr bieten, so dass Sie das Vertrauensverhältnis nicht zerstören. Nur so erhalten Sie weiter Informationen vom Opfer. Diese Informationen sollten Sie gekonnt hinterfragen, z. B.

wieso kannst du ihn über Kamera nicht sehen, das verstehe ich nicht - das Opfer wird versuchen es zu erklären, und kommt dabei selbst ins überlegen, warum eigentlich. Die Ausrede dass die Kamera kaputt sei, kann man wiederlegen, indem man einfließen lässt, es gibt Internet Cafes.

oder

wieso kann dein Freund dich nicht anrufen - in der Regel gibt es hier auch eine Möglichkeit, die Antwort zu hinterfragen, so dass das Opfer anfängt, es selbst auch zu hinterfragen.

Auf diese Art und Weise wecken Sie nach und nach die Zweifel in dem Opfer.

Parallel können Sie versuchen, sich von dem Opfer Mails zeigen zu lassen. Die Liebes-E-Mails oder die Gedichte wurden in der Regel von irgendwelchen Seiten kopiert und vielleicht noch in ein paar Stellen angepasst. Es gibt eine ganz einfache Methode dieses herauszufinden: Markieren Sie einen entsprechenden Satz, klicken Sie die rechte Maustaste und gehen Sie auf Google nach XXXXXXXYYY (der markierte Text) suchen lassen. Dem Opfer gegenüber können Sie behaupten, sie hätten es irgendwo schon einmal gelesen und möchten kurz prüfen, wo das war.

Dann gibt es noch die Möglichkeit zu prüfen, ob die Angaben des Betrügers über seinen Aufenthaltsort stimmen, indem man die IP Adresse prüft. Die Erklärung hierfür finden Sie unter „Kopfzeile, IP u. a. prüfen“.

Sofern der Betrüger eine E-Mail Adresse benutzt, die auf einer Scamwarner Seite gemeldet wurde, erhalten Sie beim Googeln dieser Mail Adresse entsprechende Resultate. Sollte dem Opfer Bilder von dem Betrüger vorliegen, können diese auch relativ schnell in Google abgestimmt werden, ob sie zum Beispiel von einem Modell gestohlen wurden, ob das/die Bilder vielleicht schon auf Scamwarner-Seiten als „missbraucht“ gemeldet wurden.



Das Opfer hat realisiert, dass es einem Romantik-Betrüger in die Falle gegangen ist



Wenn ein Opfer realisiert hat, dass es zum Opfer geworden ist, fällt es in der Regel erst mal in ein tiefes Loch.

Es geht hierbei nicht in erster Linie um den finanziellen Schaden, sondern um den emotionalen. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte unter „Folgen für die Opfer“.

Sie können das Opfer unterstützen, indem Sie für das Opfer da sind, wenn Bedarf besteht.

Weiter sollten Sie dem Opfer anraten, den Betrug zur Anzeige zu bringen. Das Opfer wird sicher ziemlich zögern, da es sich schämt. Jedoch ist die Anzeige bei der Polizei der Anfang zum Verarbeiten des ganzen Betruges.

Weiter müssen Sie dem Opfer anraten, sämtliche Kontaktdaten zu löschen, am besten wird das E-Mail Konto gesamt gelöscht. Das Opfer wird noch einige Zeit brauchen, bis es sich vollständig von dem Betrüger lösen kann, da es noch lange die Hoffnung hat, das alles doch nicht stimmt und sich alles zum Guten wendet.

Die Rückfallgefahr ist daher sehr hoch, wenn die Möglichkeit zur erneuten Kontaktaufnahme besteht. Zudem besteht die Gefahr, dass es zu einem Rückgewinnung-Betrugs-Versuch (recovery scam) kommen kann, wenn das E-Mai-Konto weiterhin aktiv ist.

Weiter sollten Sie sich darüber klar sein, dass das Verhalten des Opfers mit dem eines Drogensüchtigen gleichzusetzen ist. Das Opfer befindet sich auf Entzug; es hatte vorher den ganzen Tagesablauf dahingehend abgestimmt, dass es keinen Anruf oder Chat verpasst, immer auf die nächste Mail gewartet. Jedes „Plink“ bei Eingang einer Mail und jedes Telefonklingeln hat einen Adrenalin- Ausstoß zur Folge, was die Glückshormone aktivierte.

Vorher sollten Sie jedoch zusammen mit dem Opfer die relevanten E-Mails ausdrucken und die Kopfzeile dazu. Dieses wird von der Polizei benötigt. Hierzu gehören auch etwaige Fotos, die zugesandt wurden



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